Hinrundenfazit 2012/2013

Das war sie also – die Hinrunde der Saison 2012/2013. Zeit, um ein erstes Resümee zu ziehen und einen kurzen Blick in die Zukunft zu wagen. Wer spielte sich ins Rampenlicht, wer konnte die Erwartungen nicht zu 100% erfüllen? Welches Mödrather Team liegt im Soll, welche Mannschaft muss noch mal daran reißen?


 TTC 1948 Mödrath I – Verbandsliga Gruppe 5

Tabellenplatz 8; 10:12 Punkte

Betrachtet man die nackten Zahlen, dann war es eine für Mödrather Verhältnisse gute Hinrunde in der Herren-Verbandsliga. Seit vielen Jahren ist es seltsamer Weise so, dass man unheimlich schwer ins Rollen kommt und in der Hinrunde viele Punkte liegen lässt. Genauso zuverlässig legte man zuletzt in der Rückrunde eine Schüppe drauf und hielt jeweils ungefährdet die Klasse. Hoffen wir, dass sich die Geschichte wiederholt und wir am Ende mindestens Tabellenplatz 8 innehaben werden.

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Allen voran in den Doppeln (14:22 – nach Lövenich und Eilendorf die schlechteste Bilanz der Liga) sowie im hinteren Paarkreuz (11:15 durch die beiden Stammkräfte Christoph Tyssen und Christian Rüttgers) scheint noch Luft nach oben zu sein. Im vorderen Paarkreuz konnte man aufgrund der starken Konkurrenz nicht viel mehr erwarten und in der Mitte spielte das Duo Schmitz/Grabowitz ordentlich auf.

In die Rückrunde werden wir definitiv in veränderter Aufstellung an den Start gehen. Zum einen fällt Daniel Bell aus beruflichen Gründen über weite Strecken aus, zum anderen empfahl sich unsere „Leihgabe“ Patrick Strehlow in der Landesliga für höhere Aufgaben.

Prognose:

Es ist sehr bedauerlich, dass Daniel  nicht in vollem Umfang zur Verfügung steht. Wir hoffen natürlich, dass sich dies zur neuen Saison wieder ändert. Auf der anderen Seite wissen wir, was wir an Patrick haben und ich bin mir sicher, dass wir diese Situation als Mannschaft meistern werden. Am Ende werden wir uns zwischen Platz 6 und 8 platzieren, was den sicheren Klassenerhalt bedeutet.


 TTC 1948 Mödrath II – Landesliga Gruppe 10

Tabellenplatz 5; 14:8 Punkte

Was war das für eine glänzende Halbserie für die Schoulen-Truppe! Zeitweise hatte man Platz 2 inne und spielte wie aus einem Guss. Hätte man nicht 2 der letzten 3 Spiele verloren… Aber wie heißt es so schön? „Hätte, hätte, Fahrradkette.“ Auch so kann man von einer vollends gelungenen Hinrunde sprechen. Ich glaube kaum, dass eine Mödrather „Zweite“ jemals so gut dagestanden hat?!

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Bezeichnend, dass dieser Erfolg das Resultat einer geschlossenen Mannschaftsleistung ist. Mit Ausnahme von Routinier Oliver Schoulen (9:3 im mittleren Paarkreuz) spielte niemand „sehr deutlich“ positiv. Hervorzuheben ist dennoch die erfreuliche Entwicklung von Youngster Dominik Vaaßen, der sich nach durchwachsener Rückrunde 2011/2012 gefangen hat und eine 5:6-Einzelbilanz (zudem 5:2 in der Kreisliga) aufzuweisen hat.

Prognose:

Ob dieser 5. Tabellenplatz gehalten werden kann, spielt im Grunde eine untergeordnete Rolle. Gerade in Hinblick auf unsere hoffnungsvollen Talente wie zum Beispiel Dominik Vaaßen, Maximilian Kempka oder auch Marc Esser ist diese Liga von enormer Wichtigkeit für uns. Dass das Ziel Klassenerhalt geschafft wird, daran zweifelt nach dieser Hinrunde wohl kaum noch jemand. Der Abstand von 9 Punkten zum ersten Relegationsplatz ist eine ganze Menge Holz. Respekt.


TTC 1948 Mödrath III – Kreisliga

Tabellenplatz 3; 15:7 Punkte

Wir reisen zurück zum 30. September 2012. Abstiegsplatz, 1:5 Punkte in der Tasche, ein schweres Sonntagmorgenspiel im Kölner Westen vor der Brust. Dabei entsprachen die Leistungen bis dahin keineswegs dem Tabellenplatz. Bereits 3 Schlussdoppel hatte man zu diesem Zeitpunkt verloren, 2 x ein 7:9 kassiert und einmal unglücklich 8:8 gespielt. Im 1. Spiel fehlte Altmeister Dieter Mieter, im 2. Spiel „Goalgetter“ Lothar Beyersdorf.

Sieben Spiele und 14:0 Punkte später erwartet unsere Dritte den ungeschlagenen Ligaprimus TTG Langenich II zum „Shootout“. Und beim Stand von 3:2 führt Max Kempka gegen Stertzenbach mit 2:0-Sätzen. Erneut muss ich unseren guten alten Freund Stromberg zitieren: „Hätte, hätte, Fahrradkette.“. Nach einer unglaublichen Serie ist unser „kleiner“ Nachbar aus Langenich eben doch eine Nummer zu groß. Das 4:9 wird unsere Jungs aber nicht umwerfen, dessen bin ich mir sicher. Durch den Punktverlust von Sürth II in Zollstock belegt man Relegationsplatz 3 und liegt „nur“ 4 Punkte hinter dem TTC Pesch. Genau diese Mannschaft wird auch der erste Gegner von der Miesen-Truppe in der Rückrunde sein. Wenn, ja wenn dort ein Sieg gelingt, ist wieder alles drin.  Ziel muss es sein, noch in diesem Jahr Platz 2 zu erreichen. Dieser Platz hat in den Jahren zuvor stets den Aufstieg zur Folge gehabt!

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Bei allen Lobeshymnen auf die mannschaftliche Geschlossenheit gibt es auch hier zwei Spieler, die besondere Erwähnung verdienen: Zum einen erspielte sich Lothar Beyersdorf im hinteren Paarkreuz der Kreisliga eine lupenreine 10:0-Bilanz in den Einzeln, im gleichen Paarkreuz erzielte Teenager Marc Esser eine mehr als ordentliche 7:4-Bilanz (2 Niederlagen im Fünften). Weiter so!

Prognose:

Vieles, wenn nicht vielleicht alles, kommt auf die ersten 3 Spiele der Rückrunde an. Wie bereits erwähnt startete man mit 1:5 Punkten in die Saison. Kann man hier maximal punkten, setzt man die Konkurrenz aus Pesch weiter unter Druck. Es wird Zeit, dass die 3-Klassen-Lücke zwischen Mödrath II und Mödrath III geschlossen wird…  😕


TTC 1948 Mödrath IV – 1. Kreisklasse Gruppe 1

Tabellenplatz 4; 14:8 Punkte

Der Aufsteiger stellte von Beginn an unter Beweis, dass er in die 1. Kreisklasse gehört. In optimaler Aufstellung wäre mit Sicherheit auch mehr drin gewesen, was der überragende Start mit 11:1 Punkten verdeutlicht. Kein einziger Spieler nahm an allen 11 Spielen der Hinrunde teil, Spitzenspieler Edmund Hungenberg verletzungsbedingt sogar nur an knapp über der Hälfte der Partien.

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Erfreulich, dass Sohnemann Karsten Hungenberg wie in der vorigen Saison die Lücke kurzzeitig schließen und auch Andreas Päffgen wieder mehr ins Boot geholt werden konnte. Da fiel es auch nicht so sehr ins Gewicht, dass Youngster Peter Beckmann im vorderen Paarkreuz das eine oder andere Mal Lehrgeld bezahlen musste. Vom Potenzial her dürfte er nach den zuvor genannten Nachwuchsspielern derjenige sein, der als nächstes für die höheren Teams in Frage kommen sollte.

Prognose:

Realistisch gesehen ist die Saison im Grunde gelaufen. Ahe ist an den letzten Spieltagen 5 Punkte entflohen, auf der anderen Seite hat man 8 Punkte Abstand auf die Abstiegsränge. Insofern kann man im Grunde befreit aufspielen und in der Tabelle vielleicht noch die „Sportfreunde“ aus Nippes überholen…  😯


 TTC 1948 Mödrath V – 2. Kreisklasse Gruppe 2

Tabellenplatz 7; 8:12 Punkte

Unser Unisex-Team befindet sich nun im 2. Jahr und konnte sich in der 2. Kreisklasse etablieren. Wo sich unsere Damen Andrea Esser, Uta Malcher und Birgit Appel in der vorigen Saison noch schwer taten, sich auf das „andere“ Spiel der männlichen Konkurrenten einzustellen, gelingt ihnen das in der laufenden Saison weitaus besser. Probleme könnten sich dann auftun, wenn man aufgrund der ordentlichen Leistungen in das vordere Paarkreuz gespült wird.

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Hier tun sich die männlichen Mannschaftskameraden nämlich genauso schwer, wie unsere Mädels in der Vorsaison.

Prognose:

Schafft man es, in den wichtigen Spielen im vorderen Paarkreuz zu überzeugen, ist vielleicht noch eine leichte Verbesserung in der Tabelle möglich. Mit dem Abstieg wird man jedenfalls nichts zu tun haben.


TTC 1948 Mödrath VI – Hobbyklasse

Tabellenplatz 1; 20:0 Punkte

Das Beste kommt wie immer zum Schluss.

Aber wo fängt man bei einer solchen Bilanz überhaupt an? 10 Spiele – 10 Siege. Sage und schreibe 13 eingesetzte Spielerinnen und Spieler dokumentieren, dass man im Grunde 2 vollwertige Mannschaften stellen könnte, die beide mühelos in den oberen Regionen mitspielen würden. Das Wort „Aufstieg“ kann man hier ja leider nicht in den Mund nehmen – dieser ist faktisch nicht möglich aus der „Hobbyklasse“.

„Hobbyklasse“, „Hobbygruppe“. Was ist das überhaupt? Müsste es nicht viel eher „Spät-Einsteiger-Gruppe“ heißen? Wikipedia definiert Hobby wie folgt: „Ein Hobby ist eine Tätigkeit, die der Ausübende freiwillig und regelmäßig betreibt und die dem eigenen Lustgewinn oder der Entspannung dient.“ …. Trifft das nicht auf uns alle zu? Wir alle sind Amateure, die ihrem Hobby nachgehen. Unabhängig davon, ob man es nun leistungsmäßig in die Verbandsliga oder 3. Kreisklasse schafft. Aus diesem Grund sollten unsere „Hobbies“ einmal darüber nachdenken, zukünftig am „normalen“ Spielbetrieb teilzunehmen. Leistungsmäßig sind sie den „Hobbyspielern“ der anderen Vereine längst enteilt wie es scheint.

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Ein Beispiel, die diese These unterstreicht: schon jetzt könnte beispielsweise ein Klaus Wirtz („nur“ die Nummer 4 der sogenannten „Hobbies“) von seinen TTR-Punkten her vor einem Uli Jaixen oder Detlef Tschersich (beide spielen im vorderen Paarkreuz von Mödrath V) spielen! Die Bezeichnung „Hobbygruppe“ gehört daher spätestens nach dieser Hinrunde eingestampft.

Prognose:

Dann baue ich mal Druck auf. Alles andere als Platz 1 wäre eine grenzenlose Enttäuschung. :mrgreen: Sechs Punkte Vorsprung auf die nächsten Verfolger, die sich gegenseitig auch noch die Punkte wegnehmen werden lassen keinen anderen Schluss zu. Weiter so!


Am Rande der Bande

Aus sportlicher Sicht war es das von meiner Seite. Ich bitte um Verständnis, dass ich die beiden Senioren-Mannschaften sowie die Jugend außen vor gelassen habe. Vielleicht übernimmt ja ein Jugendleiter den Rückblick für unseren Nachwuchs?!

In diesem Jahr gab es aber zudem noch zwei andere Dinge, die an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben sollen. Zum einen wählten wir im Sommer einen neuen Vorstand, der seitdem sein Bestes gibt, um unseren Verein für die Zukunft gut aufzustellen. Vielen Dank hierfür. Danke ebenfalls an das alte Gremium, das unserem Verein so viele Jahre vorstand.

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Last but not least verließ uns im November völlig unerwartet Ferdi Maubach. In der heutigen Zeit ist es selten geworden, einen so netten und angenehmen Menschen neben sich zu wissen. Bei allem sportlichen Ehrgeiz sollten wir dies nicht vergessen. Den Familien Maubach und Esser sowie allen anderen Mitgliedern, Sportkameraden und Freunden unseres Vereins wünsche ich trotz allem ein besinnliches Weihnachtsfest und ein gesundes Jahr 2013.

1 Kommentar zu „Hinrundenfazit 2012/2013“

  1. Hallo Ralf,

    Respekt und vielen Dank für dieses sehr gute Saisonfazit zur Hinrunde. Der Bericht wird allen Spielerinnen und Spielern des TTC gerecht und vergisst dabei nicht, dass es „neben der Bande“ noch viel wichtigere Dinge gibt. Danke!

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