Nicht mal ein Steak.

Am vergangenen Samstag standen für uns innerhalb weniger Stunden gleich zwei Auswärtsspiele auf dem Programm.

Pünktlich zu High Noon schlugen wir beim Aufstiegsaspiranten ESV BR Bonn auf, der vor der Saison seine Mannschaft ordentlich umgekrempelt und sich dabei auch qualitativ deutlich verstärkt hat. Nach gut dreieinhalb Stunden mussten wir den Hausherren zum verdienten 9:3-Heimerfolg gratulieren. Lediglich das Doppel Janßen/Schmitz (gegen Camus/Banko) sowie Darian Cornelius (gegen Starzetz) und Thomas Pfeiffer (gegen Krämer) konnten mit ihren Erfolgen etwas Ergebniskosmetik betreiben.

Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es weiter nach Jülich. Gegen den Aufsteiger hatten wir uns fest vorgenommen, den dritten Saisonsieg einzufahren. Entsprechend zuversichtlich gingen wir an die Tische.

Doch leider konnten wir zu keinem Zeitpunkt an die guten Leistungen der Vorwochen anknüpfen. Zwar lagen wir über weite Strecken der Partie in Führung, doch so richtig souverän fühlte sich das Ganze nie an. Und so kam es, wie es kommen musste: Die Gastgeber kämpften sich zurück und erzwangen das Schlussdoppel.

Dort hatten wir beim Stand von 10:8 im fünften Satz sogar zwei Matchbälle auf dem Schläger. Doch der an diesem Tag völlig indisponierte Ralf Janßen vergab beide Chancen kläglich – und damit auch den greifbar nahen Auswärtssieg.

Unterm Strich müssen wir festhalten, dass wir uns in Jülich vor allem selbst im Weg standen. Eine magere 1:7-Bilanz im vorderen Paarkreuz, fehlende Konstanz in den Doppeln und zu viele verkrampfte oder verkopfte Auftritte in den Einzeln waren letztlich zu wenig. So mussten wir am Ende mit dem 8:8-Unentschieden fast noch zufrieden sein – auch wenn es sich eher wie eine Niederlage anfühlte.

Mit entsprechend hängenden Köpfen machten wir uns anschließend auf den Weg zur Pulvermühle. Nach fast zwölf Stunden Tischtennis sollte wenigstens ein ordentliches Steak für einen versöhnlichen Tagesabschluss sorgen.

Doch auch daraus wurde nichts: geschlossene Gesellschaft im Steakhouse! Und so landeten wir – mal wieder – in einem Jülicher Dönerladen. Irgendwie der passende kulinarische Schlusspunkt unter einen rundum verkorksten Tag.

Jetzt haben wir vier Wochen Zeit, die Wunden zu lecken, den Kopf freizubekommen und die Akkus wieder aufzuladen. Denn nach den Herbstferien gilt es, wieder an die Leistungen der Vorwochen anzuknüpfen und wichtige Punkte für den Klassenerhalt einzusammeln.

Die gute Nachricht: Es kann eigentlich nur besser werden. Und vielleicht klappt’s beim nächsten Mal ja sogar mit dem Steak.

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